Mittwoch, 23. April 2014

Gschicht'n aus'm Cachetagebuch - Heute: Wildwahnwitziges aus den Löwensteiner Bergen

Es passiert nicht oft, dass sich eine Reihe von Kuriositäten und Zufällen zu einem Erlebnis der besonderen Art summieren. Doch genau das ist mir letztens passiert.

Ja, heute. Genau heute sollte sie stattfinden, meine kleine Radtour von Sulzbach a. d. M. durch's Fischbachtal vorbei an der Bodenbachschlucht, über Vorderbüchelberg und schließlich hinab nach Spiegelberg und zurück durch's Lautertal nach Sulzbach. Eine handvoll Dosen lagen geschickt auf der Strecke, sodass auch der Cachespaß nicht zu kurz kommen sollte.

Hört sich gut an bis jetzt, oder? Doch was war denn so besonders, dass dieser Ausflug einen Blogeintrag verdient hat?

Angefangen hat alles am Bahnhof in Sulzbach. Durch eine vorschnelle Aktion schaffe ich es, den gesamten Wegpunkte- und GPX-Dateien-Speicher zu leeren (Die WIG-Cartridges hat es nicht erwischt; Hurra...). Ergo gab es keine Punkte mehr, die ich ansteuern konnte. Da Caches aber die Eigen- bzw. Unart haben, an irgendwelchen besonderen oder aussergewöhnlichen Plätzen zu liegen und ich die ein oder andere Stelle noch im Kopf hatte, sollte das zu schaffen sein. Also bin ich einfach mal ohne Koordinaten zum Cachen losgezogen. Eine Verrücktheit schlechthin - könnte man meinen. Bei einer abschließenden Trefferquote von 7/8 allerdings ein voller Erfolg, an dem eine weiterer Zufall nicht ganz unbeteiligt war...

Der offizielle Trampelpfad durch die
Schlucht.

Ich bin inzwischen an der Bodenbachschlucht angekommen, der Location von "Hohler Stein". Eine fast schon typische Klinge im Schwäbisch-Fränkischen Wald. Felsüberhänge, Grottenbildungen, Wasserfälle, ein Trampelpfad und was so alles dazugehört. Das Gelände ist ein ausgewiesenes und klar definiertes Naturschutzgebiet "mit einer seltenen Farn- und Moosflora" (zitiert aus rips-dienste.lubw.baden-wuerttemberg.de), das seinen Schutz verdient und einen Klettercache somit verbietet, wenn er nicht unter Denkmalschutz (Hidden: 2004) stünde. Darüber kann man jetzt streiten. Vielleicht gehört er wirklich archiviert, aber das will ich jetzt nicht gesagt haben.

Hier geht's irgendwo runter.
Ich komme also ohne genaue Koordinaten an diese Location, um einen schwierigen und geländewertigen Cache zu finden. Die Schlucht war groß und überstehende Felsen gab es viele, sodass bei D/T = 4/5 ein Fund unmöglich schien. Weder ein bisschen umschauen ("Aha, das könnte doch das Spoilerbild gewesen sein") noch ein bisschen rumprobieren ("Hier könnte doch...") halfen, der Dose beizukommen. Bis ich, schon wieder auf dem Weg nach oben, von zwei Wanderern gefragt werde, ob ich denn auch Geocaching mache und sich diese als OC-Cacher herausstellten (Ja, der ist auch als OC gelistet), die hier auch in der Gegend unterwegs waren. Schnell hatte ich dann exakte Koordinaten. Nach einem kurzen Plausch und anschließender Mutmaßungen über das Dosenversteck zogen sie es vor, "lieber woanders" nach Dosen zu suchen - Aber ich hatte hier ja noch was vor. Und mit genauen Koordinaten war es eigentlich voll easy, obwohl ich ihn an dieser Stelle nie im Leben vermutet hätte.
Hach, wie sich so ein Spoilerbild in 10 Jahren verändern kann.

So war dieser Ausflug doch noch ein voller Erfolg. Hier war ich nicht zum letzten Mal...





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