Samstag, 29. August 2015

Geocaching und der Klett-Verlag: Das »Project ALEXANDER«

Bei meiner Urlaubsrunde durch den Kaiserstuhl - die sonnenverwöhnte Vulkanregion im Breisgau - bin ich auf einen äußerst historischen Cache mit einer interessanten Geschichte gestoßen: Den Alexander Cache - Vogtsburg.
Das sogenannte Alexander-Geocaching war ein vom Klett-Verlag betriebenes Projekt, bei dem versucht wurde, Erdkundelehrer mit ihren Schulklassen mittels in den verlagseigenen Schulbuch-Atlanten verzeichneten Geocache-Verstecken raus in die Landschaft zu führen.
Eigentlich ganz nett, nur kam dieses Projekt nicht so richtig an; und so schlummerten die meisten Dosen ungefunden im Wald herum, ehe der Klett-Verlag das Projekt einstellte.
Die Dosen wurden allerdings nicht ordnungsgemäß aufgeräumt; und so kam es, dass die Caches entweder von Geocachern entsorgt oder adoptiert wurden.

Gesponserte Caches? Ein Verlag lockt zum Suchen von eigens versteckten Artefakten? Ein eingestelltes Geocaching-Projekt? Da war doch mal was...
Zugegeben, dieser Vergleich ist etwas großzügig, aber ich sehe da schon einige Parallelen zu den legendären Affencaches.

Aussicht vom Neunlindenturm.
Jedenfalls habe ich eines dieser Relikte aufgespürt. In meinem Fall sogar noch die Dose mit FTF-Logbuch und originaler Klett-Stashnote. Zudem war sie eigentlich auch ganz nett versteckt: Auf dem Gipfel des 556,6 Meter hohen Totenkopfs, dem höchsten Berg des Kaiserstuhls, ganz in der Nähe des berühmten Sendemasten.

So, nun hoffe ich, mit meinem Bericht über dieses fast vergessene Stückchen Geocaching-Geschichte was interessantes erzählt zu haben. Gut möglich, dass an den aufgelisteten Orten noch das ein oder andere verschollene Döschen schlummert.

Wie wäre es mit einer kleinen Cachetour? Das wäre dann eine Art Pseudo-APE-Cache in Deutschland . Sowas hat doch Schatzsuche-Charakter...

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